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Sport für Alle

Hanau bewegt sich in die Zukunft.

Startlinie auf der roten Rennbahn eines Sportplatzes, an der gerade Läufer starten. Zu sehen sind nur die Beine und die bunten Laufschuhe auf dem roten Bodenbelag.
Der Sportentwicklungsplan: Hanau von Kopf bis Fuß beweglich halten

Hanau ist seit jeher im Sport vereint: 25.000 Mitglieder profitieren täglich von der großartigen Arbeit der rund 88 im Landessportbund Hessen organisierten Vereine.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist allerdings nicht in unseren Sportvereinen aktiv und nutzt dafür meist individuelle Möglichkeiten der Betätigung. Ob per Bike-Tour geradewegs in die Natur oder zum Ausgleich in die Boulderhalle – viele Bürger*innen priorisieren verstärkt eigene Wege, Plätze und Orte, Alltag und Arbeit mit Sport zu verbinden.

Damit Hanau auch künftig von Jung bis Alt vorbildlich fit bleibt, braucht es alltagstaugliche Konzepte, alternative Bewegungsräume und eine dynamische Organisation, die alle Hanauer Bürgerinnen und Bürger einschließt. Mit der Verschränkung von Freiraumplanung und Sportentwicklung ist die kontinuierliche Organisation von Sport- und Bewegungsräumen innerhalb Hanaus zu einer Querschnittsaufgabe erwachsen, die Stadtplaner, Architekten, Sportler, Trainingsexperten und Politiker gemeinsam bewegt, die Bürgerschaft beteiligt, ihre Daten zum individuellen Sportverhalten evaluiert und einen städtischen „Fitnessplan“ mit Weitsicht entwirft.

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Sport für Alle – auch schon die Kleinsten
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rund 88 Vereine gibt es im Landessportbund Hessen.

Der neue Sportentwicklungsplan

Die Fortschreibung ebendieses städtischen Sportentwicklungsplans hat bereits wichtige Etappenziele erreicht. Im Frühjahr 2019 wurden rund 5.600 Hanauer Bürgerinnen und Bürger ab zehn Jahren sowie Schulen und Vereine repräsentativ befragt. Aus diesen Rückmeldungen und den gesammelten Erkenntnissen zu Bevölkerungszuwachs, Schülerzahlen und Mitgliederentwicklung der Sportvereine entstand eine neue Bedarfsermittlung, die einer Planungsgruppe aus Stadtverordneten und Sachkundigen des organisierten Sports, städtischen Fachleuten und Institutionen wie dem Staatlichen Schulamt Orientierung gibt.

Nach Auswertung und Interpretation dieser gewonnenen Daten aus Teilen der Bürgerschaft, die das Sportverhalten der Menschen und die Bedarfe für den vereins- und schulgebundenen Sport ebenso wie für selbstorganisiertes Sport- und Bewegungsverhalten und entsprechende Sportstätten implizieren, wurden entsprechende Handlungsempfehlungen formuliert. Die Verbesserung von Spiel- und Trainingsbedingungen im Freien hat gesteigerte Beachtung gefunden.

Der über zwei Jahre entstandene neue Sportentwicklungsplan wird Anfang Oktober in den städtischen Gremien vorgestellt.

Unter der klaren Zielsetzung einer „sport- und bewegungsgerechten Stadt Hanau“ und mithilfe der Ergebnisse unserer breit angelegten Befragung werden künftig vielfältige Angebote entwickelt, die mit dem Wandel der Zeit Schritt halten, individuelle Arbeitssituationen, Freizeit, Alltag, Alter und verschiedenste Lebensumstände berücksichtigen ­– und Hanau von Kopf bis Fuß beweglich halten.

Neues Amt für Demokratie, Vielfalt und Sport

Seit dem 1. August 2021 hat die Stadt Hanau ihre Fachstellen für Vielfalt und für Sport in einem neuen Amt zusammengeführt. Unterstützt wurde die Zusammenführung durch den bisherige Leiter der Fachstelle Sport, Thomas Ritter, der auch an der Entstehung des neuen Sportentwicklungsplans maßgeblich mitgewirkt hat. Ab dem 1. Oktober wird Andreas Jäger, bisher Leiter der Fachstelle für Vielfalt, die Leitung des neuen Amtes für Demokratie, Vielfalt und Sport übernehmen und Thomas Ritter in den Ruhestand gehen.

Der 40-jährige Jäger leitet die Fachstelle Vielfalt seit Jahresbeginn 2021. Als aktiver Fußballer wie auch als Trainer, Schiedsrichter und  Funktionär bringt er auch viel Erfahrung in Sportvereinen mit. In der Stadtverwaltung sammelte er bisher beim Innenstadt-Umbau im Bürgerbüro, als Flüchtlingskoordinator in Sportsfield Housing und im städtischen Corona-Krisenstab Erfahrungen.

Seit Mitte 2020 ist Jäger zuständig für die Belange der Opferfamilien, die beim rassistisch motivierten Anschlag vom 19. Februar 2020 Angehörige verloren.  Gerade vor dem Hintergrund des schrecklichen Attentats kann die Rolle der Sportvereine und deren Bedeutung für die Gesellschaft nicht genug betont werden. Durch die Zusammenlegung der beiden Fachstellen entstehen Synergien, die befähigen, die großen Anforderungen in beiden Themenbereiche zu bündeln und zu bewältigen: Die Vereine in ihrer tragenden Rolle als Bindeglied der Gesellschaft können mitwirken das entstehende Zentrum für Demokratie und Vielfalt mit Leben zu füllen.

 

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