news

Pressemitteilung Neues Amt für Demokratie, Vielfalt und Sport

Thomas Ritter (links) übergibt den Staffelstab an Andreas Jäger.

Die Stadt Hanau führt vom 1. August an die Fachstellen für Vielfalt und für Sport in einem neuen Amt zusammen.

Die Stadt Hanau führt vom 1. August an die Fachstellen für Vielfalt und für Sport in einem neuen Amt zusammen. „Mit dieser Zusammenlegung messen wir dem Sport den gebührenden Stellenwert bei, den er in unserer Stadt für den Zusammenhalt der Gesellschaft hat“, ist Oberbürgermeister Claus Kaminsky überzeugt. An der Spitze des Amtes für Demokratie, Vielfalt und Sport steht der bisherige Leiter der Fachstelle Sport, Thomas Ritter. Der erfahrene Verwaltungsfachmann wird die Zusammenführung der beiden Fachstellen unterstützen, ehe vom 1. Oktober an Andreas Jäger, bisher Leiter der Fachstelle für Vielfalt, die Leitung des Amtes übernimmt und Thomas Ritter in den Ruhestand geht.

„Thomas Ritter hat die Sportentwicklung in Hanau während der 17 Jahre seines Wirkens maßgeblich geprägt“, bescheinigt OB Kaminsky dem 65-Jährigen. Dass er zum Schluss seiner aktiven Dienstzeit den – unter Einbeziehung von Vereinen, Bevölkerung und Schulen – über zwei Jahre entstandenen neuen  Sportentwicklungsplan Anfang Oktober noch in den städtischen Gremien vorstelle, zeuge davon, wie wichtig ihm dieses Thema sei.

Ritter selbst sieht es im Rückblick als seine wichtigste Funktion, die Vereine, die nahezu ausschließlich von ehrenamtlichen Strukturen getragen werden, in ihrer vielfältigen Arbeit partnerschaftlich zu unterstützen. Ohne Vereine und Ehrenamtlichkeit ist für ihn Sport und Bewegung undenkbar. Er unterstreicht aber auch die zunehmende Bedeutung des nicht-kommerziellen Individualsports. So ist für ihn eines der Leuchtturm-Projekte in der Stadt die Schaffung des Grünen Rings, aber auch ein Angebot wie der Bewegungsparcours im Schlossgarten. Ein hessisches Pilotprojekt, das mittlerweile viele Nachahmer gefunden hat.

Die Gestaltung der Bewegungsräume des Bürgerparks im Hochgericht in Kesselstadt und im Freigerichtviertel in Hanau-Süd-Ost sind für Ritter Projekte der vergangenen Jahre, die aus seiner Sicht beispielgebend für die Zukunft sind. „Sport ist mehr als Leistungssport und Wettkampf. Bewegungsangebote im öffentlichen Raum – für jedes Alter – haben in der Zukunft eine herausragende Bedeutung für die Gesundheitsförderung und Lebensqualität in unserer Stadt“, ist der langjährige Leiter der Fachstelle überzeugt.

Der 40-jährige Jäger leitet die Fachstelle Vielfalt seit Jahresbeginn 2021. „Mit ihm gewinnen wir für die städtische Sportentwicklung einen Fachmann, der als aktiver Fußballer wie auch als Trainer, Schiedsrichter und  Funktionär an vielen Stationen weiß, wie Vereine ticken“, würdigt der Oberbürgermeister den künftigen Amtsleiter. Darüber hinaus sei Jäger „in der Stadtverwaltung gut vernetzt“, arbeitete er doch schon beim Innenstadt-Umbau im Bürgerbüro, als Flüchtlingskoordinator in Sportsfield Housing und im städtischen Corona-Krisenstab. Seit Mitte vorigen Jahres ist Jäger zuständig für die Belange der Opferfamilien, die beim rassistisch motivierten Anschlag vom 19. Februar 2020 Angehörige verloren.

„Nicht zuletzt durch das schreckliche Attentat ist es umso wichtiger, die Rolle der Sportvereine zu stärken und deren Bedeutung für die Gesellschaft zu betonen“, sagt OB Kaminsky. Durch die Zusammenlegung der beiden Fachstellen entstünden „Synergien, die befähigen, die großen Anforderungen in beiden Themenbereiche zu bündeln“.

Im Bereich Sport will Jäger nach eigenen Worten „die Handlungsempfehlungen des Sportentwicklungsplanes umsetzten und damit die hervorragenden vorhandenen Sportstrukturen in Hanau stärken und ausbauen“. Immerhin seien in der Brüder-Grimm-Stadt annähernd 25 Prozent der Bevölkerung in Sportvereinen organisiert.   Die Vereine „in ihrer tragenden Rolle als Bindeglied der Gesellschaft“ könnten mitwirken das entstehende Zentrum für Demokratie und Vielfalt „mit Leben zu erfüllen“.

Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266