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MOBILITÄTSLEITBILD HANAU:
Carsharing

Carsharing ist ein wichtiger Baustein für eine moderne, nachhaltige Mobilität. Es ergänzt den öffentlichen Nahverkehr, reduziert den Bedarf an privaten Zweit- oder Drittwagen und schafft Flexibilität im Alltag.

Grundlage für den Ausbau des Carsharings in Hanau ist die Ausschreibung einer sogenannte Dienstleistungskonzession. Perspektivisch soll Carsharing schrittweise auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden.

Die Stadt selbst tritt dabei nicht als Betreiberin auf, sondern schafft die rechtlichen Voraussetzungen und stellt geeignete Flächen im öffentlichen Raum zur Verfügung. Dazu zählt auch die Ausgestaltung der Sondernutzungsgebühren für zugeordnete Stellplätze im öffentlichen Raum. Hier setzt Hanau auf attraktive Rahmenbedingungen, um Carsharing-Anbieter anzulocken. Im Rahmen der Konzession investiert der spätere Anbieter als Konzessionsnehmer eigenverantwortlich unter anderem in Fuhrpark, Technologie, Personal und die Einrichtung von Stellplätzen. Er erhält im Gegenzug die Einnahmen aus dem Carsharing-Betrieb und trägt zugleich die wirtschaftlichen und technologischen Risiken.

Grundlage für das Verfahren ist unter anderem das Carsharinggesetz (CsgG), das bundeseinheitliche Regelungen zur Bevorrechtigung von Carsharing-Fahrzeugen enthält, sowie das Hessische Straßengesetz. Es schreibt unter anderem vor, dass Sondernutzungserlaubnisse für Carsharing-Stellplätze zeitlich befristet werden müssen. Die maximale Laufzeit beträgt acht Jahre. Die Stadt Hanau wird die Konzession daher ebenfalls befristen und im Rahmen der Ausschreibung konkret festlegen. Eine längere Laufzeit bietet dem künftigen Betreiber Planungssicherheit, vor allem, da das Angebot in Hanau in den kommenden Jahren schrittweise erweitert und weiterentwickelt werden soll.
Im Vorfeld der Ausschreibung wurden intensive Vorarbeiten geleistet, die vertraglichen und rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt, eine umfassende Markterkundung durchgeführt und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Carsharing Standortfragen diskutiert.

Die Auswahl geeigneter Standorte für Carsharing- und Mobilitätsstationen wurde bereits vorbereitet. Ziel ist es, möglichst alle Stadtteile einzubeziehen und das Angebot bedarfsgerecht wachsen zu lassen. Der Start wird voraussichtlich im kleineren Umfang erfolgen. Wie das genaue Angebot schließlich aussieht, ergibt sich aus dem Ausschreibungsergebnis.