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E-Ladeinfrastruktur

E-Autos brauchen Strom.…  und dafür Lademöglichkeiten.

In dem im Jahr 2021 beschlossenen Mobilitätsleitbild Hanau wurde festgelegt, den Umstieg auf alternative Antriebe der Fahrzeuge bei der Mobilitätsentwicklung zu unterstützen.

Schrittweise sollen neue E-Lademöglichkeiten im privaten, halböffentlichen und öffentlichen Raum ausgebaut werden und die Nachfrage decken. Deshalb arbeitet die Stadt Hanau nun an der Erstellung des Ladeinfrastrukturkonzeptes für den öffentlichen Raum. Dabei wird sie von der Mobilitätsberatung EcoLibro unterstützt, die bereits andere Kommunen in ähnlicher Weise beraten hat.

Um eine Antriebswende im Mobilitätssektor zu erreichen, müssen für Autofahrende auch entsprechende Anreize geschaffen werden. Dazu zählt auch eine ausreichende Abdeckung mit Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und in öffentlichen Straßen. Die Installation von E-Ladesäulen erfolgt sinnvollerweise überall dort, wo die Nachfrage im privaten Bereich weniger gut gedeckt werden kann und geeignete zur Verfügung stehen. In privaten Haushalten eignen sich hierzu insbesondere Garagen und Außenstellplätze. Auch die an Supermärkte und Geschäfte angrenzenden Parkräume stellen eine gute Möglichkeit dar, eine privatwirtschaftliche Ladeinfrastruktur zu schaffen. Auf städtischen Flächen hingegen sind Parkhäuser, -plätze und Tiefgaragen sinnvolle Orte.

Schwieriger ist es hingegen, eine Ladeinfrastruktur in den bereits jetzt stark verdichteten Straßenräumen zu schaffen, in denen Anwohnende am Straßenrand parken. Der Platz ist an diesen Stellen rar und das Anschließen per Kabel kann mitunter zur Gefahr für Zufußgehende werden.

Für ein intelligentes Ladesystem in Hanau ist ein Miteinander aller notwendig: Private Hauseigentümerinnen und –eigentümer, Handel, Gewerbe und die öffentliche Hand. Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass sich die Kapazitäten in das bestehende Stromnetz integrieren lassen.

Ein erster Schritt für die Entstehung des Ladeinfrastrukturkonzeptes war die Online-Bürgerbeteiligung „Wunschladesäule“. Bis zum 31. Januar 2024 konnten Sie in einer interaktiven Karte den Standort „Ihrer Wunschladesäule“ markieren, Standorte anderer Teilnehmender bewerten und weitere Anregungen und Hinweise geben. Die Vorschläge wurden inzwischen ausgewertet und fließen in den weiteren Prozess für das schrittweise entstehende Angebot an Lademöglichkeiten ein.
Im Sommer 2024 wird der Entwurf des Konzeptes öffentlich vorgestellt.